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⇐ Giftige Applikationen bei Babykleidung 10.02.2009 Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucher-Schutz (LaVeS) hat die Aufdrucke und Applikationen auf Kleidungsstücken für Babys und Kleinkinder auf Organo-Zinn-Verbindungn untersucht. Organo-Zinn -Verbindungen werden zum Beispiel bei der Herstellung manche PVC-Stoffe als Hilfsstoffe verwendet. [Wenn man Babykleidung ohne Gummiaufdrucke kauft, kann das Baby die Organo-Zinn-Verbindungen nicht ablutschen. Dr. Dieter Porth.]
Internet-Zitat: Website: Kontaktlink zu Niedersachsisches Landesamt für Verschraucher-Schutz (Laves) [ Homepage ] (- Pressestelle)
Informationen vom Niedersächsisches Landesamt für Verbraucher-Schutz (LaVeS) - Organozinnverbindungen in bedruckter Babykleidung nachgewiesen
Presseinformation Nr. 4 vom 10 Februar 2009 - Link zur Meldung
Babys und Kleinkinder reagieren besonders empfindlich auf Schadstoffe. Das Institut für Bedarfsgegenstände Lüneburg des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat darum Aufdrucke und gummierte Applikationen auf Baby- und Kleinkinderbekleidung auf die Verwendung von gesundheitlich bedenklichen Organozinnverbindungen überprüft.
Insgesamt untersuchte das LAVES-Institut 21 Proben von Bodys, Unterwäsche, Socken und T-Shirts für Babys sowie Nachtbekleidung für Kleinkinder. In einigen Aufdrucken und gummierten Applikationen ♠ 1wurden organische Zinnverbindungen nachgewiesen. In zwei Proben wurde die Verbindung Monobutylzinn, in drei Proben von Aufdrucken und Applikationen auf T-Shirts und Unterhemden wurden deutliche Gehalte von Dibutylzinn festgestellt. Tributylzinn, das als Biozid seit September 2006 nicht mehr vermarktet werden darf, wurde nicht nachgewiesen. In 13 Proben war Dibutylzinn in Spuren enthalten. Letzteres weist nicht zwingend auf eine industrielle Verarbeitung der Verbindungen hin, sondern eher auf eine Umweltkontamination.
Toxizitätsstudien belegen, dass Organozinnverbindungen als kritisch einzustufen sind. Durch direkten Hautkontakt können die Textilhilfsmittel in den menschlichen Organismus gelangen. Abhängig ist dies unter anderem von der chemischen Struktur der Verbindungen, ihrer Konzentration, der Löslichkeit nach Einwirkung von Schweiß und der Haut-Beschaffenheit.
Die Verwendung von organozinnhaltigen Verbindungen für die Herstellung von Bekleidung ist in den vergangenen Jahren aufgrund des Verbotes von Tributylzinn und nicht zuletzt aufgrund von Selbstverpflichtungen der Textilindustrie und anderer Industriezweige stark zurückgegangen. Doch die Herstellung von Aufdrucken für Bekleidung ist aufwändig und die LAVES-Untersuchungen zeigen, dass hierfür immer noch Organozinnverbindungen als Hilfsmittel genutzt werden. Eine EU-einheitliche Höchstmengenregelung für Organozinn in Textilien wurde bisher nicht verabschiedet.
Eltern können Vorsorge treffen, indem sie beim Kauf von Kinderkleidung mit direktem Hautkontakt aufmerksam vorgehen, auf gummierte Aufdrucke verzichten oder auf Ökolabels achten. Zudem sollten Kinder nicht an gummierten Textil-Applikationen oder Aufdrucken lutschen. Auch häufiges Waschen des Kleidungsstückes, insbesondere vor dem ersten Tragen, hilft, die Aufnahme von Organozinn zu minimieren. Die Hersteller, Importeure und Händler der vom LAVES als belastet beurteilten Kinderbekleidung wurden aufgefordert, künftig auf organozinnhaltige Textilhilfsmittel zu verzichten.
Nähere Informationen finden Sie hier.
[Kritik der Redaktion: Wie der unten stehende Text zeigt, sind die "näheren Informationen" zu technisch. Ein Indiz für die praxisuntaugliche Qualität der Erläuterungen ist der hohe Anteil an Abkürzungen. Die Ausführungen geben keine Informationen, wo die Organo-Zinn-Verbindungen auftreten und wie ein Bürger die Aufnahme der Giftstoffe vermeiden kann. Einen besseren Überblick über die Organo-Zinn-Verbindungen gibt der folgende Artikel http://www.galab.de/laboratories/services/environment/tbt.html Der Artikel ist einfach praxisnäher als die technischen Ausführungen vom Laves. Dr. Dieter Porth]
Hinter dem obigen Link verbirgt sich folgender Text - Untersuchungen von Kinder- und Babybekleidung auf Organozinnverbindungen
Link zu den Ausführungen
Organozinnverbindungen werden synthetisch hergestellt und finden als Hilfsstoffe in vielen Bereichen Anwendung, z.B. als Katalysatoren, Stabilisatoren, Antifoulingmittel und als Biozide. Das Umweltbundesamt (UBA) und das Bundesinstitut für Risikobewertung(BfR) empfehlen in ihrer aktualisierten, gemeinsamen Stellungnahme vom 5. Februar 2008, den Einsatz von Organozinnverbindungen in Verbraucherprodukten weiter zu begrenzen. Aktuelle Untersuchungen an Kinder- und Babybekleidung durch das Institut für Bedarfsgegenstände Lüneburg des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) haben gezeigt, dass organische Zinnverbindungen immer noch eingesetzt werden.
Bei organischen Zinnverbindungen ist Zinn an einen organischen Rest gebunden. Von technischer Bedeutung sind Monobutylzinn, Dibutylzinn, Tributylzinn, Monooctylzinn, Dioctylzinn und Triphenylzinn. Die Toxizität der einzelnen Organozinnverbindungen ist unterschiedlich.
Insgesamt wurden 21 Proben wie Baby-Body, Babyunterwäsche, Babysocken, Baby-T-Shirts und Kleinkindernachtbekleidung auf die oben genannten Organozinnverbindungen hin überprüft. Die Babybekleidungsstücke waren mit Aufdruck bzw. Applikationen verziert. Untersucht wurden Mischproben aus Textilien mit Aufdruck/Applikation, die stofflich nicht voneinander zu trennen waren. Dabei wurde in 3 Proben - T-Shirts und Unterhemd - Dibutylzinn in Gehalten von 186, 226 und 997 µg/kg nachgewiesen. In 13 Proben war Dibutylzinn in Spuren nachweisbar; daran zeigt sich auch die umweltrelevante Problematik dieser Stoffklasse. In 2 Proben wurde Monobutylzinn in Gehalten von 173 und 483 µg/kg ermittelt. Die Verwendung von Dibutylzinn wird als kritisch beurteilt.
Dibutylzinn zeigt im Tierversuch bei subakuten und subchronischen Studien neben unspezifischen Effekten (reduzierte Gewichtszunahme) auch spezifische Effekte wie Schädigung der Leber, Gallengänge und des Immunsystems. Weiterhin liegen Hinweise zur teratogenen Wirkung von DBT vor. Für eine Bewertung muss die Art der Aufnahme (Exposition) herangezogen werden.
In ihrer gemeinsamen Stellungnahme (BfR Nr. 032/2008) vom 05.02.2008 stellen das BfR und das UBA fest, dass Verbraucher nicht nur über verbrauchernahe Produkte wie z.B. Bekleidung, Verpackung, Spielwaren, Hygieneerzeugnisse, sondern auch über die Umwelt mit zinnorganischen Verbindungen in Kontakt kommen.
Deswegen geben das UBA und das BfR die Empfehlung, die Verwendung von organischen Zinnverbindungen - wie hier DBT -in spezifischen Verbraucherprodukten zu begrenzen bzw. vollständig darauf zu verzichten, um eine Überschreitung der täglich tolerierbaren Aufnahmengemenge zu verhindern.
Berücksichtigung finden dabei alle verbrauchernahen Produkte mit einer TDI-Auslastung von mehr als 10 %. Die prozentuale Gesamt-TDI-Auslastung ♠ 2bei T-Shirts für Kinder ist aufgrund der DBT Exposition mit 19 % errechnet worden und liegt somit deutlich über der Grenze von 10 %. Baby- und Kinderbekleidung stellen nur einen Teil der Eintragspfade für Organozinnverbindungen dar.
Hersteller bzw. Importeure oder Verkäufer der belasteten Baby- und Kleinkinderbekleidung wurden aufgefordert, vollständig auf organozinnhaltige Textilhilfsmittel zu verzichten.Liste der redaktionellen Inline-Kommentare♠ 1) Mann könnte auch von Gummiaufnähern sprechen, oder?
Dr. Dieter Porth
♠ 2) Diese Abkürzung erscfhließt sich nicht aus dem Text. Augenscheinlich sind die Experten nicht in der Lage, sich allgemeinverständlich auszudrücken. Schade.
Dr. Dieter Porth
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