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Hochschulpolitik
Grüne: Warum werden Studenten nicht beteiligt?

07.12.2009 Die Niedersächsische Landtagsfraktion der Grünen kritisiert, dass der Wissenschaftsminister Stratmann sich gegen eine Beteiligung von Studenten an der heute (7.12.) tagenden Arbeitsgruppe zur Reform des Bologna-Prozesses entschieden hat.. Auch outet die Meldung ein Versprechen der FDP als hohl, die noch Mitte November die Beteiligung der Studenten an der Arbeitsgruppe gefordert haben sollen.
[Zu meiner Studienzeit war die Universität ein humanistischer Ort, der dem Studenten selbstgesteuertes Wissenserwerb ermöglichte. Der Bolognaprozess hat aus der Universität einen globalisierten Ort gemacht, der der rationellen und leistungsorientierten Normung von Uni-Azubis zum Ziel hat. Der Bologna-Prozess tötet den abendländischen Humanismus. Dr. Dieter Porth]

Kommentar,Gedanken, Anmerkungen, ...

Redaktion buergerstimmen.de - Dr. Dieter Porth, Göttingen: Ein wesentliches Merkmal des Bolognaprozesses ist die Umstellung des Diplom/Magister-System auf das Bachelor/Master-System. Diese Umstellung hat einige wesentliche Änderungen mit sich gebracht.
Änderung Diplom/Magister Bachelor/Master pädagogische Wirkung der Änderung
Benotung nur in Endprüfungen
ausgewählte Veranstaltungen mussten nur bestanden werden
jede Veranstaltung wird benotet
Abschlussarbeiten werden benotet und fließen in eine berechnete Gesamtnote ein
Bestrafung des selbstgesteuerten Wissenserwerb und der Frage, was man intensiv lernen möchte
Förderung einer Leistungsdrucks schon von Beginn des Studiums an
Einführung einen vorgeschriebenen Studiums, dass die Freiheit der Wissenschaft beschneidet.
Arbeitsbelastung Freie Wahl der Fächer, formale Belegung von Mindestanzahl an Vorlesungen notwendig, Vorlesungen von schlechten Professoren konnten mit Abwesenheit gewürdigt werden Erzielung von sogenannten Kreditpoints gefodert, jeder Kreditpoint definiert eine bestimmte Menge an Arbeitszeit, Einführung von Anwesenheitslisten Statt einer Freien Wahl der Art des Lernens wird das lernen zum Job, für den man sogar noch Studiengebühren und die Ausbildungskosten bezahlt.
Das selbstbestimmten Lernen wird zum zeittechnisch genormten Arbeitsvorgang
Bachelor/Master Mit dem Diplom erwarb man die Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten. Der Bachelor entspricht von seinem Niveau ungefähr der Zwischenprüfung beim Magister oder Diplom. Der Master Studiengang ist fast Pflicht. In dieser Zeile beschreibt, wie vermutlich in der Wirtschaft vielfach die Abschlüsse bewertet werden. Da es nicht für jeden Bachelorstudenten einen Masterstudienplatz gibt, wird hier ein zusätzlicher Leistungsdruck erzeugt.

Die Auflistung zeigt, dass nicht mehr länger der Gebildete Geist sondern der genormte Wissenszombie im Fokus der Universitätsausbildung steht. Die heutigen Studenten sollte man besser Uniazubis nennen. Dr. Dieter Porth

 
Emailnachricht: Kontaktlink zu Landtagsfraktion der Grünen Niedersachsen [ Homepage ] (---)
 



Die niedersächsische Landtagsfraktion der Grünen meldet - GRÜNE: Studierende müssen an Bologna-Reform beteiligt werden – Kooperation statt Konfrontation gefordert

7. Dezember 2009 - Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung vorgeworfen, bei der Lösung der Probleme an den Universitäten "auf Konfrontation statt auf Kooperation" zu setzen.
"Was nutzt all das geheuchelte Verständnis für die Studierenden und deren Forderungen, wenn sie bei der Reform der Reform nicht mit ins Boot geholt werden?", sagte die hochschulpolitische Sprecherin Gabriele Heinen-Kljajicin Hannover. Wissenschaftsminister Stratmann hatte sich dagegen entschieden, in der heute (Montag) tagenden Arbeitsgruppe zur Reform des Bologna-Prozesses auch die Studierenden zu beteiligen. Nach Ansicht der Grünen-Politikerin ist jeder Reformversuch, bei dem die "Experten in eigener Sache" nicht beteiligt werden, zum Scheitern verurteilt.
Insbesondere die FDP-Fraktion habe sich in diesem Zusammenhang nicht mit Ruhm bekleckert, sagte Heinen-Kljajic. Vollmundig haben die Liberalen noch Mitte November die Beteiligung der Studierenden an der Arbeitsgruppe gefordert. "Ernst gemeint war dieses Angebot an die Studierenden offensichtlich nicht", so die Grünen-Politikerin abschließend.

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Umweltförderung
Erdgas für 40000 km - für neue Taxen umsonst

03.12.2009 Am 2. Dezember startet das Programm "götax". Im Rahmen des Programms bekommen Göttinger Taxiunternehmer pro Taxi Tankgutscheine im Wert von 40.000km geschenkt, wenn sie sich als Taxi einen Wagen mit Erdgasmotor anschaffen. Weiter verzichtet die Stadt Göttingen auf die Zulassungsgebühren. Beim Start waren einige hochrangige Vertreter anwesend. Die Meldung sagt nicht, ob und welche Vertreter aus dem Göttinger Taxi- und Mietwagengewerbe bei der Programmvorstellung anwesend waren.
[Angesichts der schlechten Marktsituation für Taxen darf man sich fragen, ob sich eine Neuanschaffung wirklich rechnet. Politisch sollte der Fond als erster Schritt zur Einführung einer Feinstaubschutzzone in der Innenstadt betrachtet werden. Vielleicht könnte er aber auch im öffentlichen Personennahverkehr die Abhängigkeit vom Öl (=Benzin/Diesel) mindern helfen. Dr. Dieter Porth]

Tannenbäume
Weihnachtsbaumhandel startet am 11. Dezember

07.12.2009 In der Meldung werden verschiedene Orte aufgeführt, wo außerhalb eines regulären Geschäftsbetriebs Tannenbäume verkauft werden.
[Die Liste ist nicht vollständig. Beispielsweise ist meines Wissens auch ein Verkaufsstand an der Reinhäuser Landstraße in Höhe des Nachtclubs Chateau (Landwehrschänke) zu finden. Dr. Dieter Porth]

Zecken
Ab 8°C sind die Blutsauger auf den Büschen aktiv

07.12.2009 In Norddeutschland soll schon jede zehnte Zecke Borreliose übertragen. In den letzten drei Jahren mussten wegen der von Zecken übertragenen Borreliose über zweihunderttausend Niedersachsen ihren Arzt aufsuchen Die Techniker Krankenkasse rät daher unter anderem beim Aufenthalt in der Natur lange, enganliegende helle Hosen zu tragen, um die Zecken schnell erkennen und beseitigen zu können. Gegen die auch von Zecken übertragen Hirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) kann man sich impfen lassen.
[Laut Wikipedia kann eine chronische Borrilose zu Gehirnhautentzündungen oder zu Gelenkentzündungen führen. Dr. Dieter Porth
15.12.2009Verbesserung der Lesbarkeit]

Benefiz-Spiel
8.12. – 19:00 – Sparta gegen RSV 05

07.12.2009 Am 15.11. verstarb während eines Oberligaspiel Maurizio Greco vom TuS Güldenstern Stade. Zur Unterstützung von dessen Familie haben der RSV Göttingen 05 und Sparta Göttingen kurzfristig ein Benefiz-Spiel organisiert. Das Wohltätigkeits-Fußballspiel beginnt morgen um 19:00 im Stadion an der Benzstraße.

Bildungsstreik
10.12. – Auch Erwerbslosenforum ruft zur Großdemo in Bonn auf

04.12.2009 Bei der Demonstration am 10.12. in Bonn soll gegen die systematischen Verschlechterungen im Bildungssystem protestiert werden. Kritisiert werden unter anderem der Abbau der demokratischen Mitbestimmung, das „Turboabitur“ (G8) und der lernfeindliche Leistungs- und Konkurrenzdruck im Bachelor/Mastersystem. Die Gesprächsangebote seitens der Kultusminister-Konferrenz (KMK) werden als Lippenbekenntnisse ohne Verbesserungswirkung kritisiert.

Gesellschaftswandel
(Schad- & Gut-)wirkungen der Arbeitsmarktbedingungen

09.11.2009 In ihrer Studie zur Entwicklung des Arbeitsmarktes stellt die Bertelmannsstudie eine zunehmende Vergrößerung der Schere zwischen Gut-verdienern, Normal-Verdienern und Gering-Verdienern fest. In der heutigen Zeit erzielen die Geringverdiener nur 53 % des Einkommens, welches Verdiener mittlerer Einkommen bekommen. Weiterhin wird in der Studie festgestellt, dass die Jugend die Verlierer der aktuellen Arbeitsmarktumstellungen sind. Die Studie macht keine Aussagen zu den Verhalten der Gewerkschaften bezüglich der Arbeitsmarktbedingungen, obwohl eine zunehmende Flexibilisierung bei den Löhnen auf betrieblicher Ebene konstatiert wird.
[Darf sich Deutschlands noch eine Soziale Marktwirtschaft nennen, wenn die Lohnspreizungen sich kapitalistischen Ländern Großbritannien, Polen oder USA annähern? Dr. Dieter Porth]

Neuere Nachricht

Antikorruptionstag
Kommunen gehen meist sensibel mit erhöhten Korruptionsgefahren um

08.12.2009 Anlässlich des Antikorruptionstages am 9. Dezember veröffentlicht Transparency Deutschland die ersten Ergebnisse ihre Umfrage. Sie fragten Kommunen nach den Erfahrungen mit den erhöhten Freigabegrenzen, die sich aus dem Konjunkturpaket II ergeben haben. Viele Kommunen sind sich der erhöhten Korruptionsgefahr bewusst und haben Gegenmaßnahmen ergriffen. Gleichzeitig kommt die Umfrage zum Ergebnis, dass nicht allen Kommunen bekannt zu sein scheint, welche Vorschriften oder Empfehlungen zur Korruptionsprävention in ihren Bundesländern bestehen. Angesicht der vermehrten nicht-allgemeinen Ausschreibungen fordert Transparency International Deutschland grundsätzlich mehr Transparenz – insbesondere sollten Projekte und die anschließenden Vergabenbedingungen grundsätzlich im Internet veröffentlich werden, um eine nachträgliche Bewertung durch die Konkurrenz zu ermöglichen.

Hitartikel 23.11. – 29.11.
Platz 16: Softwareunternehmen warnt vor Internet-Kriegen

08.12.2009 In der Woche vom 23-29. November wurden die folgenden sieben Meldungen häufig gelesen: " Flöhe leben in Bettritzen, …", "32 Objekte durchsucht – Gewehre und Pistolen gefunden", "Unvollständige Schreiben von der GEZ", "Patient zahlt Antibiotika bei entzündeten Tattoo selbst", "Finanzministerium informiert zur Finanzkrise", "13.6. – Mitmachen beim GMO (Göttinger Mitmach-Orchester)" und "31.10. – Im Alpenmax wird Miss Göttingen gewählt". In der Statistik sind erstmals die täglichen Banneraufrufe/Leserzugriffe als Tabelle erfasst worden.

Internetgedichte
Gedanken zum Selbstmord

07.12.2009 Bei den aktuellen Neuvorschläge für Padinas Hitliste der zeitgenössischen Internet-Gedichte wurden die Suchbegriffskombination "Gedicht Selbstmord" bzw. "Gedicht Suizid" verwendet. Über diese Kombination wurden viele therapeutische Gedichte gefunden.

Flussgebietsgemeinschaft Weser
Salzbelastung in Werra und Weser ist nachhaltig zu mindern - erst bis 2027?

04.12.2009 Das Niedersächsische Umweltministerium berichtet von der Weser-Ministerkonferenz. diese hat unter anderem einen ersten Bewirtschaftungsplan beschlossen. Der Bewirtschaftungsplan kreist um drei Kernpunkte. Zum einen soll der Eintrag von Nitraten in Fulda, Werra und Weser vermindert werden, um so eine Überdüngung zu verhindern. Zum Zweiten soll die Salzbelastung der Werra und Weser durch die Kaliindustrie nachhaltig verringert werden und zum dritten soll die Gewässerstruktur verbessert werden. Dies meint die Entwicklung der Ufer- und Sohlenbereiche sowie eine Verbesserung der Durchgängigkeit der Gewässer. Der Maßnahmenplan soll bis zum 22.12.2009 aufgestellt werden und bis 2015 in einer ersten Stufe umgesetzt sein. Eine volle Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie wird mit Hinweis auf zulässige Fristverlängerungen erst für 2027 angestrebt, heißt es in der Meldung weiter.
[Geht also das unverminderte Versalzen der Werra weiter, wie der Hinweis auf 2027 vermuten lässt? Dr. Dieter Porth]

Investition
GWG will 34 ha für Güterverkehrszentrum erschließen

07.12.2009 Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH (GWG) verweist auf die Fortschritte bei der Modernisierung der Krananlage beim Kern-Güterverkehrszentrum. Parallel dazu sollen jetzt im Gewerbegebiet Siekanger 34 ha erschlossen werden. Die entsprechenden Zuschussanträge werden bald von der NBank beschieden werden. Die Flächen nahe der Autobahn sind als Ergänzung vorgesehen, um Göttingen zum wichtigen Logistikknotenpunkt in der Region zu machen.

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