Meldung gesetzt von ~ Dr. Dieter Porth
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⇐ Finanzministerium informiert zur Finanzkrise 22.07.2009 In einer Pressemeldung wirbt das Bundesfinanzministerium für eine neue Website, auf welcher der Bürger über die Finanzkrise informiert werden soll. Zum Beispiel wird eine Grafik präsentiert, die schematisch und einfach die Ursachen für die Wirtschaftskrise beleuchten soll. [Die Graphik der Pressemeldung ist aus Sicht der Propaganda spitze gemacht. Inhaltlich dient sie wohl der Verdummung und Beruhigung der Bürger. Sie lenkt didaktisch geschickt von den eigentlichen Mechanismen und den Folgen der Finanzkrise ab. Dr. Dieter Porth.]
Internet-Zitat: Website: Kontaktlink zu Bundesministerium der Finanzen [ Homepage ] (- Pressestelle)
Das Bundesministerium der Finanzen meldet - - Hintergründe: So entstand die Finanz- und -Wirtschaftskrise
Berlin, 22. Juli 2009. Was hat der amerikanische Traum vom Eigenheim mit dem Zusammenbruch der Weltwirtschaft zu tun? Was ist seit dem "schwarzen Montag" im Herbst 2008 passiert, um die Krise abzufedern?
Im Themenschwerpunkt Finanzmarktkrise auf der Internetseite des Bundesministeriums der Finanzen finden Sie viele
Hintergrundinformationen rund um Entstehung und Verbreitung der Finanz- und Wirtschaftskrise: von der Chronologie der wichtigsten Ereignisse zum Überblick über nationale und internationale Maßnahmen der Krisenbekämpfung:
Zum Themenschwerpunkt
Was aus den amerikanischen Hypotheken wurde und warum die so genannte Subprime-Krise die ganze Welt erschüttern konnte, erklärt das Bundesministerium der Finanzen jetzt auch mit einem einfachen Schaubild, das auf der Seite zum Download bereit steht. Zum Schaubild
Pressefoto ©2009 |
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Schaubild Entstehung Finanzkrise
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Antwort auf Ihre Fragen Für alle, die genauer nachfragen und mehr erfahren möchten, steht über das Portal www.fuer-alle-da.de ein starkes Team aus dem Bundesfinanzministerium bereit, um offene Fragen zum Thema zu beantworten und individuell weiterzuhelfen.
Kommentar von der Redaktion zur Graphik
Als ich die Meldung gelesen habe, da dachte ich mir, dass jetzt das Finanzministerium versucht, auf dem Niveau der Manta-Fahrer die Bürger zu verdummen.
In der Pressemeldung wird die Graphik herausgestellt, die alles erklären soll. Die Graphik fängt oben Links gut an, weil dort nämlich das Wechselspiel von Geld und Sachwerten darstellt. Der Bürger bekommt von der Bank Geld, weil er sein Haus beleiht. Anschließend wird die Graphik schlecht und führt die Leser didaktisch geschickt richtig in die Dummheit, denn die Graphik verfälscht die Realität und damit die wesentlichen Ursachen der Finanzkrise.
Grundsätzlich gilt, dass in der Wirtschaft jede Leistung eine Gegenleistung kostet. Bei der nachfolgenden Verwertung des Hauses durch die Bank bei den Zweckgesellschaften erhält die Bank dafür Geld. Und so weiter. Diese Darstellung der Wechselwirkungen fehlt in der Graphik. Das ist der erste didaktische Schritt zur Verdummung der Leser.
Wenn man diese Wechselwirkungen nun weiterdenkt, dann fragt man sich, woher die Pensionskassen, Hedgefonds und Investmentgesellschaften am Ende der Kette eigentlich ihr Geld herbekommen. Das ist eigentlich klar. Sie bekommen ihr Geld von den Verbrauchern oder von den Banken, die dafür von den Hedgefonds kleine Zettelchen kriegen, auf denen wiederum ein Wertbeteiligung versprochen wird. Damit ist der Wirtschaftskreislauf im folgenden Bild geschlossen.
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Porth ©2009 (www/∗) |
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Ein Wirtschaftskreislauf ist die Voraussetzung für eine Wirtschaftsexplosion
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Es gibt viele solcher Geldkreislaufe in der Wirtschaft. Und diesem Geldkreislauf ist ein Sachwertekreislauf entgegengerichtet. Weiterhin wird deutlich, dass die Sachwerte zunehmend entropieren. Hatte die Bank noch eine Grundschuld mit vollem Risiko, so sind am Ende der Geldschöpfungskette nur noch viele Teile von vielen Teilen von vielen Teilen einer Grundschuld und eines Risikos auf einem Zettel oder Zertifikat notiert. Eine solche Aufsplittung grundschuld und Risiko macht Sinn, wenn man die Risiken minimieren will
Wie erklärt sich aus diesem Wirtschaftskreislauf die Finanzkrise?
Eine Finanzkrise ist nur die Folge von zwei fatalen Ursachen. Einer Wirtschaftsexplosion und einer Werte-"Entropisierung". Eine Wirtschaftsexplosion liegt dabei vor, wenn Geld in einen Wirtschaftskreislauf hineinströmt, weil gute Renditen winken. Weil Geld in den Wirtschaftskreislauf hineinströmt, steigen die Zinsen und Renditen in dem Geschäft, weil ein Teil des hereinströnmenden Gelder wegen des Wertzuwachses der Sachwerte als Zinsen und Renditen weitergegeben wird. Irgendwann erschöpft sich ein solcher Zuwachs und die Marktteilnehmer ziehen ihre Gelder wieder ab. In einer solchen Situation brechen am Markt die Preise zusammen.
Ein Grund für den Abzug von Gelder ist die Zunahme des Risikos, denn Heuschrecken wollen schnell viel Geld ohne Risiko verdienen. Lange Zeit verhinderte nun die Werte-Entropisierung" eine merkliche Zunahme des Risikos. So blieb der Wirtschaftskreislauf lange Zeit attraktiv und zog entsprechend viele Gelder an. Gleichzeitig konnte durch das Verfahren auch die menge an Sachwerten erhöht werden, weil schlechte Kreditnehmer in den entropisierten Papieren aufgefangen werden konnten. Als Buhmänner werden in der Graphik die Rating-Agenturen herausgestellt, weil diese lange falsche Angaben zum Risiko gemacht haben und weil die treudoofen Marktteilnehmer ohne große eigenen Recherche dem Urteil dieser Rating-Agenturen vertrauten.
Die erweiterte Darstellung des Kreislaufes macht deutlich, dass die Reaktion des Staates das Problem nur verlagert hat. Der Staat hat in Form von "Pleite-Banken" bzw. "Bad-Banks" die wertlosen Papiere der Banken und damit die Rolle der Banken übernommen. Der Staat bezahlt die Übernahme mit Krediten, die er von den Bürgern bekommt, weil der Staat behauptet, dass er über höhere Steuern die zusätzlichen Risiken abdecken kann. Dass diese Behauptung natürlich Unsinn ist, beweist jedes Jahr wieder das Reden von der Nettoneuverschuldung. Die jährlich Nettoneuverschuldung des Staates zeigt klar, dass der Staat seit Jahrzehnten nicht mit dem Geld auskommt, was er über Steuern einnimmt
Solange der Bürger die Sicherheitslüge des Staates vertraut, ist die eigentliche Finanzkrise nur verschoben. Wenn der Bürger dem Staat nicht mehr glaubt, dann wird der Staatsbankrott die echte Wirtschaftskrise anschieben - mit allen seinen hässlichen Folgen. Weil die Politik ihre Kumpel aus den Pleitebanken schützen wollte, wird die Krise verlagert und kann noch schlimmer werden.
Aber die Gefahren der Krise, dies sich aus diesem maroden Wirtschaftskreislauf noch ergeben werden, verdeckt die Graphik aus dem Finanzministerium didaktisch geschickt. Durch die kausale Darstellung wird der dynamische Wirtschafts-Mechanismus der Krise geschickt versteckt. Das Ministerium verarscht den Bürger.
Eine Konsequenz der Überlegungen ist, dass auch die Pensionen und Gehälter für Beamte und Staatsdiener definitiv nicht sicher sind.
Dr. Dieter Porth
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