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⇐ Junges Theater
FDP: Pleite muss personelle Konsequenzen haben
04.08.2010 Die FDP-Ratsfraktion fordert personelle Konsequenzen. Unter anderem wird der Rücktritt des Intendanten gefordert. Weiterhin wird darauf verwiesen, dass die beiden Aufsichtsratsmitglieder Frank-Peter Arndt (SPD) und Dagmar Schlapeit-Beck (Sozialdezernentin) schon zum zweiten Mal in Aufsichtsräten von Unternehmen mit städtischer Beteiligung saßen, die unter ihrem Aufsichtsratsmandat in die Pleite gingen. Von den beiden "Pleitegeiern" wird seitens der FDP ein Rücktritt erwartet und es wird "eine Schulungspflicht für die Aufsichtsratsmitglieder aus den Reihen des Stadtrates und der Stadtverwaltung" angeregt.
[Die Meldung unterstellt indirekt, dass auch die Verwaltung nicht gut mit fremdem Geld umgehen könne. Steuergelder sind auch fremdes Geld. Unter diesem Blickwinkel wird klar, warum die Stadt, das Land und der Bund so hohe Schulden haben. Könnte es den führenden, hochdotierten, staatlichen Mitarbeitern an Ausbildung und Kompetenz fehlen? Die Schulden sprechen für sich. Dr. Dieter Porth.]
Emailnachricht: Kontaktlink zu FDP Ratsfraktion Göttingen [ Homepage ] (---)
Pressemitteilung von der Ratsfraktion der FDP - Kein einfaches "Weiter so" beim Jungen Theater
04.08.2010 - "So etwas macht man nur einmal im Leben", erklärte im November 2004 der frischgebackene Geschäftsführer und Intendant des Jungen Theaters Andreas Döring gegenüber der Redaktion von Spiegel Online zum damaligen Neuanfang des traditionsreichen Hauses. Die FDP-Ratsfraktion will ihn jetzt beim Wort nehmen. "Es wird höchste Zeit, dass Herr Döring Verantwortung übernimmt und mit sofortiger Wirkung von seinen Posten zurücktritt. Wer als Geschäftsführer so eklatant versagt hat, kann nicht glaubwürdig an einer Aufklärung und einem möglichen Wiederaufbau mitwirken. Ich habe kein Verständnis dafür, dass der Aufsichtsrat ihn nicht längst entlassen hat", so der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Ben Schroeter.
Eine mögliche Erklärung für das zögerliche Handeln des Aufsichtsrates sieht Schroeter in dessen "eigener unrühmlicher Rolle". Der Aufsichtsrat sei "mindestens genauso unfähig gewesen, wie der Intendant und Geschäftsführer." Und weiter: "Es ist doch eine Veralberung der Bürger und Steuerzahler, wenn der Aufsichtsratsvorsitzende erklärt, man werde sich auch weiterhin an einer Aufarbeitung der Fehler beteiligen. Das sind dieselben Personen, die über Jahre nichts gemerkt haben wollen und die sich statt um die Bilanzen und die Wirtschaftspläne lieber um Freikarten und Schnittchen gekümmert haben. Hier muss mit eisernem Besen gekehrt werden und der gesamte Aufsichtsrat gleich mit gehen", so die deutliche Forderung des FDP-Manns.
Insbesondere die SPD-Vertreter Frank-Peter Arndt und Dagmar Schlapeit-Beck würden nun schon zum zweiten Mal bei der Insolvenz einer Gesellschaft mit städtischer Beteiligung als Aufsichtsratsmitglieder fungieren. "Diese beiden Pleitegeier sollten umgehend alle ihre Aufsichtsratsmandate niederlegen. Noch mehr Verluste kann sich die Stadt Göttingen nicht leisten. Generell sollte darüber nachgedacht werden, ob nicht eine Schulungspflicht für die Aufsichtsratsmitglieder aus den Reihen des Stadtrates und der Stadtverwaltung angebracht ist. Der ein oder andere könnte dann auch vielleicht die Vorder- von der Rückseite der Bilanz unterscheiden", so der zynische Kommentar Schroeters.
Die FDP-Ratsfraktion fordere die rücksichtslose Aufklärung der genauen Umstände der JT-Insolvenz. Der Artikel des Spiegel aus dem Jahr 2004 werfe zum Beispiel Fragen zur fachlichen Qualifikation der Mitarbeiter des Jungen Theaters auf. Dort heißt es: "Also vertiefte sich Döring in Bücher über ‚Kostenerstellung‘ und ‚Bilanzbuchhaltung‘, ließ sich von einem österreichischen Red-Bull-Manager beraten, wie das so geht, einen Betrieb zu führen. […] Er engagierte eine Buchhalterin, die zwar noch nie im Theater gewesen war, aber mit Mitte Fünfzig längst keine Chance mehr in der freien Wirtschaft hätte." Zugleich erteilte die FDP-Fraktion einer Weiterförderung des Theaters vor dem Abschluss aller Untersuchungen eine deutliche Absage: "Die Stadt kann nicht gutes Geld schlechtem hinterherwerfen", so Schroeter abschließend.
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Göttingen 04.08.2010 Film-Fabrik |
Göttingen 04.08.2010 Schwarze-Peter-Spiel |
Politik, meinen 02.08.2010 Klage |
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Verwaltung 04.08.2010 Schwarze-Peter-Spiel |
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Stadtradiotipps 9.8. – 15.8. 04.08.2010 Die Redaktion vom Stadtradio Göttingen hat für die werktägliche Woche unter anderem folgende Themen geplant: "Fußball-Lokalderby RSV 05 gegen SVG"[Mo. 8:40], "Fotoausstellung ‚Schwarz auf Weiß’"[Di. 9:50] und "Naherholungsgebiet Burg Hanstein und das Eichsfelder Werragebiet"[Fr. 9:10]. Von den verschiedenen Bürgerfunksendungen sei auf Musiksendung "magic carpet ride" hingewiesen, die jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 20-21Uhr ausgestrahlt wird. Film-Fabrik 04.08.2010 Das Duderstädter Kino Film-Fabrik zeigt in der kommenden Kinowoche vom 5.8. bis 11.8.10 die actionreiche Agentenkomödie "Knight and Day", den Science-Fiction "Inception" und die Vampirromanze "Eclipse". Als Filmkunst ist am Dienstag und Mittwoch "Giulias Verschwinden" zu erleben. Am Mittwochabend wird als Preview der Kinofilm "Das A-Team" gezeigt. Sterntheater 04.08.2010 Das Sterntheater präsentiert in der kommenden Kinowoche vom 5.8. bis 11.8.10 den historisch angehauchten Film "Mahler auf der Couch", die Erzählung über das italienische Coming-Out "Männer al dente" den Film über ein besonderes Konzert "Das Konzert (le concert)" sowie den Film über skurrile Menschen "Micmacs - Uns gehört Paris!". Am Wochenende gibt es für die Kinder "Tiger-Team - Der Berg der 1000 Drachen" zu erleben. Parallel dazu läuft "Die Friseuse", die übrigens auch am Mittwoch als Filmkunst zu genießen ist. Klage 02.08.2010 Für die 24. Juli hatte die Grüne Jugend ein Blockadetraining im Rahmen einer Demonstrationsveranstaltung geplant, welches das Ordnungsamt Spätnachmittag am 23. Juli verbot. Die Grüne Jugend hat gegen dies Vorgehen Klage eingereicht. Die Klage betrifft den unberechtigten Eingriff in die Gestaltungsfreiheit der Veranstaltung, Die Zustellung zu einem Zeitpunkt, an welchen kein Eilverfahren vor Gericht möglich war. Sowie die Willkür der Verwaltung, die zwei Tage zuvor schon eine positive Genehmigung geschickt hatte. In der Meldung wird gemutmaßt, dass die Polizei treibende Kraft für das Verbot gewesen sein könnte. Junge Theater 30.07.2010 Die SPD-Kreistagsfraktion spricht sich für eine Beibehaltung der institutionellen Förderung des Jungen Theaters aus. Weiterhin spricht sich die Fraktion für eine Anschubfinanzierung aus, um dem kulturell wichtigen Juwel über die aktuellen Schwierigkeiten hinwegzuhelfen. Deli & Welttheater 03.08.2010 Das Einbecker Kino Deli zeigt in der Woche vom 5.8. bis 11.8.10 die Animation-Spielzeugfabel "Toy Story 3" als 3D-Film sowie den Agentenfilm "Knight and Day". Im Welttheater ist während der Woche das Remake von "Karate Kid" zu erleben. Am Mittwoch wird als Preview der Kino-Film zur Serie "Das A-Team" gezeigt. |
Junge Theater 30.07.2010 Die SPD-Kreistagsfraktion spricht sich für eine Beibehaltung der institutionellen Förderung des Jungen Theaters aus. Weiterhin spricht sich die Fraktion für eine Anschubfinanzierung aus, um dem kulturell wichtigen Juwel über die aktuellen Schwierigkeiten hinwegzuhelfen. |
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Zertifizierung 03.08.2010 Die Göttinger Tourist-Information ist das erste Unternehmen aus Göttingen, das das Servive-Q als Qualitätssiegel führen darf. Damit wird nicht nur die "Hardware" des Unternehmens sondern auch dessen Dienstleistungsqualität als hochwertig und kundenorientiert besiegelt. Das Siegel wird für drei Jahre verliehen und wird auch während dieser Zeit weiterhin durch Kundenbefragungen und mit Testkunden überprüft. Diplom 05.08.2010 Die Niedersächsische Landtagsfraktion der Grünen kritisiert den Entschluss von neun technischen Universitäten, den Diplomstudiengang wieder einzuführen. Sie befürchten, dass der Bachelor in Konkurrenz zum Dipl.-Ing. als minderwertig gelten könnte. Sie fordern daher die niedersächsische Wissenschaftsministerin auf, die niedersächsischen Universitäten Hannover und Braunschweig zur Räson zu rufen. Aussteigerprogramm 05.08.2010 In der Meldung kritisiert die Kreistagsfraktion der Grünen ein Aussteigerprogramm für Linksextremisten. Sie sieht in dem Programm die Gefahr, dass nicht mehr genügend Mittel für den Kampf gegen den Rechtsextremismus zur Verfügung stehen könnten. Sie sehen das Programm als Teil einer Kampagne gegen linke Ideologien. Weiterhin wird kritisiert, dass wie in Diktaturen der Verfassungsschutz zukünftig an Schulen den Schülern die korrekte Gesinnung beibringen soll. Streitschrift [?] 05.08.2010 In einer Tabelle stellt der Herausgeber Definitionen aus der Faschismustheorie, eigene Einschätzungen zur aktuellen Entwicklung des Zeitgeistes sowie Links zu Meldungen nebeneinander. Ziel der Zusammenstellung war die Frage, inwieweit faschistische Strukturen im Alltag wiederzuerkennen sind. Die Streitschrift stellt indirekt auch die provokante Frage, ob die Politik die Menschen in mühevollen kleinen Schritten wieder zu Mitläufern erzogen hat. Schwarze-Peter-Spiel 04.08.2010 Die Stadt Göttingen zitiert eine Meldung des Aufsichtsrates des Jungen Theaters zur Insolvenz. In der Meldung wird die hohe künstlerische Qualität des Jungen Theaters gelobt. Weiterhin wird gefordert, dass die Verantwortung der Geschäftsführung zu klären und von der Buchhalterin Aufklärung über die Vorgänge einzufordern. Lakonisch wird vom Aufsichtsrat mit Blick auf die Insolvenz festgestellt, dass in Zukunft wohl besser eine Trennung zwischen geschäftlicher und künstlerischer Leitung zu erfolgen hat, da sich das bisherige Modell nicht bewährt hat |
Theaterpleite 29.10.2010 Die Ratsfraktion der CDU unterstützt die Bemühungen zum Erhalt des Jungen Theaters. Sie fordern auch klare Zahlen vom Insolvenzverwalter, die zeigen, dass ein Betrieb mit den jetzigen Fördersummen möglich ist. Weiter befürchtet die CDU, dass bei einer eventuell neugegründeten Gesellschaft für das Junge Theater mit den Personen Arndt und Schlappeit-Beck im neuen Aufsichtsrat weitergewurschtelt werden könnte wie bisher. Hier fordert die CDU konsequent einen personellen Neubeginn. Junges Theater 26.08.2010 Wenn der Insolvenzverwalter erklärt, dass die Fördergelder in Höhe von fast 28k€ für den Weiterbetrieb verwandt werden, dann unterstützt der Landkreis Göttingen das Jungen Theater. Dies hat der Kreisausschuss am 24. August beschlossen. |