geändert am 11.01.2008 - Version Nr.: 1. 859

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Atomkraft
Fell fordert Handeln von der Bundesregierung

12.12.2007 Angesichts der Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz fordert Hans-Josef Fell ein Handeln seitens der Bundesregierung. Gleichzeitig kündigt er den Antrag an, wonach die Studie dem Bundestag umfassend vorgestellt werden soll.

 
Emailnachricht: Kontaktlink zu Bundestagsabgeordneter der Grünen und Sprecher für Energie, Technologie und Energieexperte der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN [ Homepage ] (---)
 

Sprecher für Energie, Technologie und Energieexperte der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN - Krebsrisiko Atomkraft: Bundesregierung muss jetzt handeln!


Anlässlich der Studie des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) zum Krebsrisiko für Kinder im Umfeld von Atomkraftwerken erklärt Hans-Josef Fell, Sprecher für Energie- und Technologiepolitik:
Die Krebsstudie gibt Anlass zu großer Besorgnis. Je näher Kinder an Atomkraftwerken wohnen, desto höher ist die Gefahr, an Krebs zu erkranken. Der Leiter des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, sprach gerade auf einer Pressekonferenz von Hinweisen dafür, dass die Atomkraftwerke die Ursache für Krebserkrankungen von Kindern sind.
Die Bundesregierung muss jetzt handeln: Die Abgabe von Radioaktivität in die Umgebung muss gesetzlich unterbunden werden. Das Atomgesetz muss umgehend dahingehend novelliert werden, dass die Freisetzung von Radioaktivität aus Kernkraftwerken auch im Normalbetrieb verboten wird.

Aktueller Hintergrund:
Erst kürzlich musste die Bundesregierung auf unsere Anfrage zum Störfall im AKW Krümmel bestätigen, dass die beim Betrieb des Atomkraftwerks anfallenden radioaktiven Gase und Aerosole über den Schornstein an die Umwelt abgeleitet werden. Dieses Risiko muss jetzt unterbunden werden.
Die Bundesregierung und ihr zuständiger Umweltminister dürfen keine Verzögerungstaktik einschlagen. So wartet die Republik bis heute darauf, dass Konsequenzen aus den Störfällen in Brunsbüttel und Krümmel vom Sommer dieses Jahres gezogen werden.
Offene Fragen im Zusammenhang mit der Studie sind rasch zu klären. Wir werden daher noch diese Woche der Bundesregierung einen Fragekatalog vorlegen. Aus Vorsorgegründen muss die Strahlenbelastung aber bis dahin so gering wie möglich gehalten werden.
Offensichtlich unterscheidet sich die Art der radioaktiven Strahlung, die bei der Spaltung von Kernbrennstäben freigesetzt wird, von der natürlichen Strahlung. Auf die natürliche Strahlung konnte sich der menschliche Organismus über Jahrtausende hinweg einstellen. Mit der Strahlung der Atomkraftwerke werden Mensch und Umwelt erst seit Jahrzehnten konfrontiert. Eine höhere gesundheitliche Belastung durch die Radioaktivität der Atomkraftwerke ist daher nicht überraschend.
Damit der Deutsche Bundestag umfassend informiert wird, werden wir noch diese Woche beantragen, dass die Krebsstudie im Bundestagsausschuss für Umweltschutz und Reaktorsicherheit vorgestellt wird.

Ihr Hans-Josef Fell MdB

Leserbriefe / Kommentare zur Meldung

 
  1. Ende der Leserbriefe

Ticker und Querverweise

Ticker Querverweise
Altes Früheres

Atomkraft
Je dichter dran, desto gefährlicher

12.12.2007 Die Studie des Bundesamts für Strahlenschutz nutzte das Kinderkrebsregister und erfasst neben über 1500 Krebsfällen auch über 4700 Kontrollfälle. Die Studie steht in Einklang mit anderen internationalen Studien. Es ist statistisch signifikant, dass mit der Nähe zum Atomkraftwerk auch das Risiko für eine Krebserkrankung steigt. Die Ursachen für diese Beziehung sind unklar.
[Spekulation: Gibt es neben elektrischen und magnetischen Feldern auch radioaktive Potentialfelder?]

Musik
Knorkator "Laut gegen Rechts"

12.12.2007 Die Band Knokartor unterstützt mit einem Video den Protest gegen Nazis.

Sparkassenfusion
Grüne für Großsparkasse Südniedersachsen

11.12.2007 Die Sparkasse Hann-Münden steckt in der Krise. Die Krise soll durch eine Fusion mit einer anderen Sparkasse überwunden werden soll. Die Ratsfraktion der Grünen favorisiert eine Sparkassenfusion, indem die Sparkassen Hann-Münden, Northeim, Osterode, Göttingen und Duderstadt zur Sparkasse Südniedersachsen zusammengefasst werden In jedem Fall sollen nach ihre Meinung die Sparkassen Göttingen und Duderstadt mit der Sparkasse Hann Münden fusionieren, wobei eine angemessene finanzielle Beteiligung des Sparkassen-Stützungsfonds als selbstverständlich erachtet wird.

Zukunftsvision
Grünen nehmen Klimawandel ernst

11.12.2007 Stefan Wenzel (Grüne) und der atompolitische Sprecher der Grünen Andreas Meihsies haben ihre energiepolitischen Visionen für 2020 bis 2050 vorgestellt. Sie wollen statt der Großkraftwerke die Kraft-Wärme-Kopplung in Kleinkraftwerken stärker fördern. Weitere Maßnahmen sind zum Beispiel solare Baupflicht und Tempolimit auf Autobahnen.

Energieeffizienz
CDU will Abwasserwärme nutzen

06.12.2007 Die Ratsfraktion der CDU hat die Idee, mit Hilfe von Wärmepumpen die Wärmeenergie des Abwassers zurückzugewinnen. Die Verwaltung soll die Potentiale prüfen und in einer Energiekarte darstellen. In einem dritten und letzten Schritt soll die Wirtschaftlichkeit geprüft werden.

Seniorenservicebüro
Stadt soll sich um Fördergelder bewerben

06.12.2007 Die Ratsfraktion der CDU will in der Ratssitzung am Freitag den Antrag stellen, dass sie die Stadt für ein Seniorenservicebüro einsetzen soll. Das Büro soll die Aufgaben haben, die derzeit zum Beispiel das BONUS Freiwilligen - Zentrum Göttingen leistet.
[Anmerkung: Wandel der Zeiten - früher hätte man dafür die Kirchen gefragt. Dr. Dieter Porth]

Atomkraft
Je dichter dran, desto gefährlicher

12.12.2007 Die Studie des Bundesamts für Strahlenschutz nutzte das Kinderkrebsregister und erfasst neben über 1500 Krebsfällen auch über 4700 Kontrollfälle. Die Studie steht in Einklang mit anderen internationalen Studien. Es ist statistisch signifikant, dass mit der Nähe zum Atomkraftwerk auch das Risiko für eine Krebserkrankung steigt. Die Ursachen für diese Beziehung sind unklar.
[Spekulation: Gibt es neben elektrischen und magnetischen Feldern auch radioaktive Potentialfelder?]

Neues Späteres

Atomkraft
Atomkraftwerke gegen Terrorflugzeuge ungeschützt

12.12.2007 Der energiepolitische Sprecher der Grünen, Hans-Josef Fell, zeigt sich enttäuscht, dass große Koalition kein Interesse daran hat, die Sicherheit der Atomkraftwerke gegen Terrorangriffe zu erhöhen. Ein entsprechender Antrag der Grünen wurde im Umweltausschuss abgelehnt.
[Anmerkung: Wie groß ist die Terrorgefahr wirklich? Dr. Dieter Porth]

Hochschulpolitik
Steigende Studentenzahlen dank Regierungspolitik

12.12.2007 Fritz Güntzler, Landtagsabgeordneter der CDU, lobt die Hochschulpolitik der CDU-FDP-Landesregierung. Er stellt fest, dass sich in Göttingen im landesweiten Vergleich besonders viele Studienanfänger eingeschrieben haben. Diesen Erfolg schreibt er auch der Auszeichnung von Göttingen als Eliteuniversität zu.
[Anmerkung: Studiengebühren ziehen besonders Bildungssnobs an? Dr. Dieter Porth]

Globalisierungskritik
"Vom Unmut zum Widerstand"

04.12.2007 Am 17.12. um 20:00 Uhr findet im DBG Haus ein Vortrag zum Thema " Soziale Bewegungen: Vom Unmut zum Widerstand - aber wie zur 'möglichen anderen Welt'?!" statt. Nach dem Vortrag ist eine Diskussion geplant..

Schmuddelfisch
Stammt Räucherlachs von "Verleihnix"?

12.12.2007 Die Verbraucherzentralen haben die hygienische Beschaffenheit von verpacktem Räucherlachs und Graved Lachs prüfen lassen. Knapp ein Drittel aller Proben waren wegen hoher Keimzahlen hygienisch bedenklich. Empfindliche Menschen können von angedorbenen Lachs Durchfall bekommen - im Extremfall können bei schwangeren Frauen Fehlgeburten auftreten. Empfindlichen Personen, Schwangeren und Kindern empfiehlt die Verbraucherzentrale deshalb Lachsverzicht. Allen anderen rät die Verbraucherzentrale Lachs spätestens drei Tage vor dem Verfallsdatum verzehrt zu haben.
[Erläuterung zur Überschrift: Verleihnix ist der Fischhändler im Comic "Asterix und Obelix". Seine Fische dienen oft als Waffe bei den dörflichen Prügeleien. Vielleicht ... ? Dr. Dieter Porth]

Atomkraft
Wenzel: Kinderkrebs-Studie erleichtert Ausstieg

10.12.2007 In der Studie vom Bundesamt für Strahlenschutz sieht Stefan Wenzel, Fraktionsvorsitzender der Grünen im niedersächsischen Landtag, eine Niederlage der Atomkraftbefürworter. Gleichzeitig sieht er in der Studie Anhaltspunkte, um die Betriebsgenehmigungen der Atomkraftwerke überprüfen zu lassen. Weiter weist er darauf hin, dass es für den Atommüll immer noch kein sicheres Endlager existiert.

Ursachenhypothese
Atomkraftwerk als Neutronenstrahler

11.01.2008 Das Portal der Atomindustrie www.kernenergie.de konnte keine Literaturquelle benennen, die beschreibt, wie groß der Neutronenfluss aus einem Reaktor ist. In einer Hypothese wird ein Atomkraftwerk als Neutronenlampe betrachtet, um damit die Kinderkrebsstudie deuten zu können. Die Studie wurde vom Bundesamtes für Strahlenschutz in Auftrag gegeben und hat festgestellt, dass für Kinder in der Nähe von Atomkraftwerken ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen besteht. Da der Neutronenfluss von den üblichen Meßmethoden nicht erfasst wird, kann die Idee das Versagen des Radioaktivitäts-Monitorings deuten.

Atomkraft
Wenzel: Kinderkrebs-Studie erleichtert Ausstieg

10.12.2007 In der Studie vom Bundesamt für Strahlenschutz sieht Stefan Wenzel, Fraktionsvorsitzender der Grünen im niedersächsischen Landtag, eine Niederlage der Atomkraftbefürworter. Gleichzeitig sieht er in der Studie Anhaltspunkte, um die Betriebsgenehmigungen der Atomkraftwerke überprüfen zu lassen. Weiter weist er darauf hin, dass es für den Atommüll immer noch kein sicheres Endlager existiert.

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