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Kampagne
DGB: Forum für Mindestlöhne

09.03.2009 Der DGB hat ein Forum für Niedriglohn-Arbeiter eingerichtet. In dem Forum können die Billigarbeiter sich austauschen und ihre Geschichten erzählen. Der DGB will das Forum benutzen, um im Wahlkampf Stimmung zu machen. Der Hinweis auf dies Forum erreichte die Redaktion über die Mailing-Liste Schöner Leben Göttingen.

 
Emailnachricht: Kontaktlink zu DGB-Niedersachsen [ Homepage ] (---)
 

DGB-Niedersachsen - "Für ’n Appel und ’n Ei?!"DGB startet Niedriglohn-Forum

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat heute unter der Adresse www.niedriglohn-in-niedersachsen.de ein Internet-Forum gestartet. Dort können Beschäftigte, die zu Niedriglöhnen arbeiten müssen, ihre Situation schildern, sich austauschen und informieren. Der DGB plant, die im Forum bekannt werdenden Fälle in einer Broschüre zu sammeln und an alle niedersächsischen Bundestagskandidatinnen und -kandidaten zu senden, um sie auf die Niedriglohnproblematik aufmerksam zu machen. Von den Politikerinnen und Politikern erwartet der DGB, sich gegen Niedriglöhne und für gesetzliche Mindestlöhne nicht unter 7,50 Euro einzusetzen.
DGB-Arbeitsmarktexperte Ulrich Gransee wies darauf hin, dass der Niedriglohnsektor in den letzten Jahren konstant angestiegen ist. So arbeiteten in Niedersachsen im Juni 2008 rund 540.000 Beschäftigte zu Niedriglöhnen. Ulrich Gransee: "Dass Beschäftigte für ihre Arbeit nur’ n Appel und’ n Ei bekommen, ist auch in Niedersachsen weit verbreitet. Es gibt zahlreiche schwarze Schafe, die ihre Beschäftigten mit Hungerlöhnen abspeisen. "Wir wollen den Betroffenen ein Forum geben und ihrer Stimme Gewicht gegenüber der Politik verleihen. Herbert Grimberg, Vorsitzender des Landesbezirks Nord der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG), verwies vor allem auf das Bäckerhandwerk. Auch einige Betriebe im Hotel- und Gaststättengewerbe halten sich nicht an den tariflichen Mindestlohn von 7,50 Euro in der Stunde. Grimberg: "Die Folge von Niedriglöhnen sind schwache Kaufkraft und Hochkonjunktur in den Suppenküchen. Niedersachsen verschenkt so viel Potential!"
Sonja Brüggemeier, Fachbereichsleiterin Besondere Dienstleistungen bei ver.di Niedersachsen/Bremen, machte deutlich, dass vor allem im Wachgewerbe und Einzelhandel deutlich zu niedrige Löhne gezahlt werden: "Nur ein gesetzlicher Mindestlohn kann das Lohndumping in den Niedriglohnbereichen wie zum Beispiel in der Wach- und Sicherheitsbranche stoppen. Wir wollen die Ausbeutung der Beschäftigten verhindern. Um Hungerlöhne zu bekämpfen, werden wir als ver.di in Niedersachsen keine Tarifverträge mehr unter 7,50 Euro abschließen."
Hartmut Tölle, Vorsitzender des DGB in Niedersachsen, kritisierte die Mindestlohn-Beschlüsse der Großen Koalition als nicht ausreichend: "Das Ergebnis ist ein Mindestlohn-Flickenteppich, der längst nicht alle Branchen erfasst und vielen Beschäftigten nichts nützt." Er verwies darauf, dass nach Umfragen 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung für Mindestlöhne sind, 75 Prozent der CDU-WählerInnen und 68 Prozent der FDP-WählerInnen. Hartmut Tölle: "Es ist unbegreiflich, warum die Politik gegen den Willen der Bevölkerung handelt. Wir werden das Thema Mindestlöhne vor der Bundestagswahl zur Nagelprobe machen."♠ 1 -

Liste der redaktionellen Inline-Kommentare

♠ 1) Seit Jahren grassiert die Dumpingwellei m Lohnbereich und die Gewerkschaften haben sich bisher kaum Gehör verschafft.
Die Armut interessiert die Gewerkschaften nicht. Damit haben die deutschen Gewerkschaften einen wesentlichen Grundpfeiler ihrer Geschichte verraten – die Solidarität.
Auf mich wirkt der Aktionismus des DGBs und der Gewerkschaften unglaubwürdig. In meinen Augen sind die Gewerkschaften zu Lobbyisten der Besserverdienenden geworden.
Dr. Dieter Porth

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