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⇐ Virtuelles Eigentum
Diebstahl in Online-Rollenspiel wurde von Amtsgericht real bestraft
11.11.2010 In der Meldung verweist Naiin (No Abuse In INternet e.V) auf ein Augsburger Amtsgerichtsurteil, welches sich mit dem Diebstahl von Ausrüstung (Items) von Spielcharakteren in einem Online-Rollenspiel beschäftigt hat. Da die Gegenstände nicht real sind, konnte die Bestrafung nicht über den Diebstahl erfolgen. Vielmehr musste hilfsweise der Straftatbestand der unbefugten Datenveränderung für die Verurteilung des Jugendlichen herangezogen werden.
[Beim zweiten Nachdenken wirkt das Urteil unverhältnismäßig und ist vielleicht sogar Unrecht. Dr. Dieter Porth]
Kommentar,Gedanken, Anmerkungen, ...
Interessant ist auch die Frage, wie der Schaden entstanden ist. Sind die die Kosten, die der Hersteller/Betreiber aufwenden musste, um erboste Mitspieler zu beruhigen. Werden die Items regulär gehandelt? Muss hier ein findiger Jugendlicher für die schlechte Programmierung anderer büßen? Darf man wirklich das Alltagsrecht auf Online-Spiele übertragen, da ein Merkmal von Spielen ist, dass sie eigene Regeln haben.
Leider kennt man die genauen Zusammenhänge nicht, so dass die Bewertung des Urteil schwierig ist.
Dr. Dieter Porth
Emailnachricht: Kontaktlink zu naiin (No Abuse In INternet e.V.) [ Homepage ] (---)
Die Nicht-Regierungsorganisation Naiin (No Abuse In INternet e.V) meldet - Cyber-Diebstahl: Strafbarkeitslücke bei virtuellen Gegenständen schließen!
Berlin, 11.11.2010 - Das deutsche Strafrecht ist in Teilen noch nicht an das Internet-Zeitalter angepasst. So deckt es insbesondere nicht hinreichend den Diebstahl virtueller Gegenstände ab, wie ein aktueller vor dem Amtsgericht Augsburg verhandelter Fall von "Cyber-Diebstahl" offenbarte. Der Angeklagte, der in einem Online-Rollenspiel wertvolle Ausrüstung (Items) von Spielcharakteren Dritter gestohlen haben soll, konnte von dem Richter nur verurteilt werden, da sich dieser durch eine nicht unumstrittene Behelfskonstruktion zu helfen wusste.
"Da laut dem Strafgesetzbuch nur bewegliche Sachen gestohlen werden können, greift der Tatbestand des Diebstahls bei virtuellen Gegenständen nicht. Der Richter musste aufgrund dieser Strafbarkeitslücke eine Strafbarkeit über Umwege konstruieren. Das ist keine saubere Lösung", moniert Rene Zoch, 2. Vorsitzender von "no abuse in internet" (naiin). Die gemeinnützige Einrichtung, die sich der Bekämpfung von Internet-Kriminalität widmet, fordert daher die Strafbarkeit derartigen "virtuellen Diebstahls" klar zu regeln. "Denn im Prinzip darf eigentlich niemand für etwas bestraft werden, was nicht ausdrücklich im Gesetz unter Strafe gestellt ist. Es gilt das Analogieverbot", so Zoch.
Das Amtsgericht Augsburg hatte den 16-jährigen Angeklagten zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Obendrein muss er den durch die Plünderung der Online-Spielcharaktere entstandenen Schaden in Höhe von 1.000 Euro wiedergutmachen. Der zuständige Richter, der nach dem Urteil selbst auf die Strafbarkeitslücke aufmerksam machte, hatte sich in dem aktuellen Fall behelfsmäßig auf den Straftatbestand der unbefugten Datenveränderung berufen.
Weitere Informationen unter www.naiin.org
Über naiin
naiin - no abuse in internet (Aussprache: "nein") wurde am 18. August 2000 von Vertretern der Zivilgesellschaft, Internet-Wirtschaft und Politik gegründet. Als gemeinnützige Nichtregierungsorganisation setzt sich naiin seitdem weltweit gegen alle Formen der Online-Kriminalität sowie für die Stärkung von Bürgerrechten und für einen verbesserten Verbraucher- und Datenschutz im Internet ein. Dabei ist naiin dank seiner gemeinsam von Netzgemeinde und Internet-Wirtschaft finanziell getragenen Struktur so einzigartig wie unabhängig. So unterstützen weltweit bereits zahlreiche Unternehmen und zahllose Verbraucher die Organisation.
naiin betreibt eine der weltweit größten Internet-Beschwerdestellen, bei der Nutzer illegale Inhalte, auf die sie im Internet zufällig gestoßen sind, beanstanden können. In seinen Eigenschaften als Selbstregulierungs- sowie Verbraucherschutzorganisation geht naiin den eingehenden Beschwerden nach und ergreift technische sowie juristische Maßnahmen gegen rechtswidrige Inhalte und deren Urheber. Dabei arbeitet naiin weltweit mit Internet-Diensteanbietern - so genannten Providern - und mit Strafverfolgungsbehörden zusammen. In Deutschland ist die Beschwerdestelle für illegale Internet-Inhalte direkt unter www.beschwerdestelle.de erreichbar.
Internet: www.naiin.org
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Internet 11.11.2010 Hitartikel |
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Alltag, erzählen 11.11.2010 Mobilfunknetze |
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Arbeitsmarkt 11.11.2010 Die Göttinger Agentur für Arbeit bietet am 16.11.10 ab 9:00 eine 4,5 Stunden dauernde Veranstaltung für Wiedereinsteiger an. Damit sind Frauen und auch Männer gemeint, die nach einer längeren Pause wegen Familienarbeit ein Wiedereinstieg in das Berufsleben planen. In der Veranstaltung wird unter anderem ein Überblick über Fördermöglichkeiten & Fortbildungen vermittelt. Um Anmeldung wird gebeten. Die nächste Veranstaltung zu diesem Thema findet am 14. Dezember statt. Mobilfunknetze 11.11.2010 Die Deutsche Telekom AG meldet, dass in den genannten Bereichen ab sofort mit Hochgeschwindigkeit, also mit bis zu 14,4 MBit/s, mobil im Internet gesurft werden kann. Der Datentransfer entspricht einem schnellen Internet-Zugang. Weiter wird darauf hingewiesen, dass der Upload, also das Verschicken von Daten, per Händy in diesen Bereich fünfmal schneller erfolgen als üblicherweise per Festnetz. Rückblick 45/10 11.11.2010 Der Rückblick dokumentiert die Konzerte und damit die stilistische Entwicklung der Musik in der Region. Neben den Links zu den Websites und Myspace-Sites der Bands finden sich hier auch Silberlingskritiken (CDs) und Kurzinfos zu den Bänds. In dem Zeitraum waren unter anderem "Göttinger Symphonie Orchester", "Fibre", "Pömps", "Groove Instinct", "Squeezeband", "Göttinger Jazzfestival" und "The Ballroom Stompers" in Göttingen oder in der Region Südniedersachsen musikalisch aktiv. Stadtradiotipps ab 15.11.10 11.11.2010 Die hauptamtliche Redaktion hat für die Werktage der kommende Woche vom 15. – 21.11. unter andere folgende beiträge vorbereitet: ‚50 Jahre Anti-Baby-Pille’[Mo. 8:05], ‚Das APEX Jahresprogramm 2011’[Mi. 8:35] und ‚Die Solargenossenschaft in Duderstadt’ [Do. 8:05]. Am Samstagabend gibt es wieder ein Hörspiel aus der Reihe ‚Dragonbound, die Prophezeiung’. Jeden 1,3,5 Monatag, also auch am 15.11.10, gibt es im Bürgerfunk wieder den Ohrensessel zu hören, der eine farbenreiche Mischung von ausgewählten musikalischen Anbaugebieten jeweils ab 23:00 präsentiert. Hitartikel 11.11.2010 Zu besten unter dern 7-Tage-Artikel gehörten in ersten Novemberwoche der bericht über den Innovationspreis „Gewinner: BBS-Münden, AGRA-TEG und Coherent GmbH“, das Kinoprogramm ‚“wall street 2” oder “Sammys Abenteuer”’ , die kleine Satire ‚Ab 1. April 2011 - 1-Euro-Jobber sollen Minister vertreten’ , der Lyrikhinweis ‚„fortschritt?“ und weitere Gedichte’ und das Kinoprogramm ‚31.10. – 11:00 – „Habermann“’. Bemerkenswert war auf Platz 3 unter allen Artikeln die Theaterkritik ‚3.11.2010 – „Das Gesellschaftsspiel“ – pointierte Kritik am Zeitgeist’. Aber auch der Aprilscherz ‚ Ab April 2011 soll GEZ-Zahler entscheiden, welche Sender sein Geld kriegen’ schaffte es immerhin auf Platz 9 in dieser Kategorie. Termine - Exil 11.11.2010 Im November findet wie jeden 3. Donnertag im Monat am 18.11.10 ab 21:00 wieder die Session mit der Boogie & Blues-Küche statt | |
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Deckungslücke 05.11.2010 In einer Meldung gibt die Stadt Göttingen erste Kennzahlen zum Haushalt 2011 gekannt. In der Meldung finden sich die Links zu den Rede-Manuskripten vom Göttinger Oberbürgermeister und vom Göttinger Stadtkämmerer. Laut Pressemeldung soll das Defizit 17,4 M€ betragen, wobei das Defizit gegenüber der Finanzplanung schon um 12 M€ gesenkt werden konnte. Intelligente Stromnetze 09.11.2010 Dr. Lutz Knopek, Bundestagsabgeordneter der FDP, traf sich mit Führer der E.On-Mitte, um über den Netzaufbau, über die Rekommunalisierung von Netzen sowie über die Entwicklung von intelligenten Stromnetzen mit Hilfe von Smart Grid Technologien. In der meldung kritisiert er die Grünen, die sich zwar für regenerative Energie aussprechen und gleichzeitig den notwendigen Ausbau der Stromnetze blockieren. Als Beispiel wird die geplante, an Göttingen vorbeiführende geplante 380 kV-Trasse angeführt, Verwaltungsreform 04.11.2010 Thomas Oppermann, Bundestagsabgeordneter der SPD, spricht sich gegen die Umstrukturierung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung aus. Die bisher vor Ort befindlichen Ämter könnten mittelfristig aufgelöst werden sollen und die Aufgaben könnten im Wesentlichen von privaten Firmen übertragen werden sollen. Gleichzeitig sollen nach Ideen aus dem Verkehrsministerium die verbleibenden Planungs- und Verwaltungsaufgaben in einem zentralen Amt für Schifffahrt konzentriert werden. Oppermann spricht gegen solche Ideen aus und will sich für den Erhalt und die Sicherung der Arbeitsplätze beim Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden einsetzten Pleitepolitiker 09.11.2010 Bund der Steuerzahler - Niedersachsen und Bremen e. V. kritisiert die niedersächsische Landesregierung, die trotz 1500 M€ die anvisierte hohe Staatsverschuldung nicht zurückfahren. Der Bund der Steuerzahler unterstellt der schwarz-gelben Regierung indirekt, nur auf Pump Politik machen zu können. Ganztagsschulen 09.11.2010 Fritz Güntzler, Landtagsabgeordneter der CDU, berichtet, dass das Land Niedersachsen zusätzlich 1,9M€ zur Verfügung stellt, dass mit die offenen Ganztagsschulen die Nachmittagsbetreuung sicherstellen können. Für 2011 ist ein Gesamtetat in Höhe von 72,3M€ geplant. |