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⇐ Umfrage
klassische Musik gilt als Teil der Kultur
30.07.2010 Die Bertelsmann-Stiftung fördert klassische Musik und Opernkunst. Jetzt gaben sie eine Umfrage zum Thema klassische Musik in Auftrag. So sagte jeder Vierte, dass er einmal in der Woche irgendwo (Radio, öffentliche Orte, Fernsehen, private Orte, CDs, DVDs …) klassischer Musik begegnen würde. Bei den unter 26 Jährigen hält fast jeder Vierte die klassische Musik für unwichtig.
[Bemerkenswert an der Umfrage ist die Frage, wie man Jugendliche am besten an Klassik und Oper heranführen kann. Wenn man die Frage gestellt hätte, wie man die Jugendlichen am Besten an die Popmusik heranführt, hätte jeder den Fragenden für einen Idioten gehalten. Warum wurde diese Frage gestellt? Dr. Dieter Porth]
Kommentar,Gedanken, Anmerkungen, ...
Für mich ist Musik eine Sprache der Gefühle und es schwingt in der Sprache auch das Lebensgefühl der jeweiligen Zeit mit. Die meisten alten Gefühle und Lebenseinsichten aus der damaligen Zeit können und heute am A… vorbeigehen. Insofern ist die Frage vielleicht angebracht, was an klassischer Musik wichtig ist.
Beim Besuch der Händelfestspiele hatte ich immer den Eindruck, dass sich die Zuhörer der klassischen Konzerte zur Oberschicht zählen. Die beklagte mangelnde Vermittlung von klassischer Musik, wie sie in der erfragten besten Vermittlungsart durchschimmert, ist also auch immer ein Ausdruck von Herrschaftsgebaren.
Nach meinen Erfahrungen hat die klassische Musik selbst schuld, denn das Marketing der klassischen Musiker ist im Allgemeinen schlecht und unnötig kompliziert. Man versuche nur einmal eine Website von einem klassischen Musiker im Internet zufinden. Bei den Popmusiker und Jazzer findet man schnell eine Myspace-Seite oder eine eigene Website. ...
Dr. Dieter Porth
Internet-Zitat: Link zur zitierten Webseite: Kontaktlink zu Bertelsmannstiftung [ Homepage ] (- Pressestelle)
Die Bertelsmann-Stiftung meldet - Umfrage: Klassische Musik und Oper liegen Deutschen am Herzen - Bertelsmann Stiftung: Große Mehrheit der Deutschen will musikalisches Erbe gewahrt wissen - Fokus auf Musikunterricht in Schulen und Kindergärten
Klassische Musik und Oper genießen als kulturelles Erbe der Nation einen sehr hohen Stellenwert bei den Menschen in Deutschland. Einer repräsentativen Umfrage der Bertelsmann Stiftung zufolge wollen fast 100090±2 Prozent der Deutschen dieses musikalische Erbe für die kommenden Generationen gewahrt wissen. Dabei kommt nach Ansicht der Bevölkerung dem Musikunterricht in Kindergärten und Schulen eine besondere Bedeutung zu. Nahezu jeder Befragte (96 Prozent) hält den Musikunterricht für wichtig oder sehr wichtig.
Dieser Ansicht ist laut Umfrage auch eine Mehrheit junger Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren, die dem musikalischen Erbe allerdings insgesamt skeptischer gegenüber stehen: Fast jeder vierte von ihnen hält es für unwichtig. Als Gründe für die Wichtigkeit des Musikunterrichts nennt die Bevölkerung vor allem die Vermittlung einer umfassenden, auch kulturellen Bildung (91 Prozent) und die Förderung der emotionalen und geistigen Fähigkeiten der Kinder (ebenfalls 91 Prozent). "Gerade das gemeinsame Musizieren und Singen fördert Kreativität und Toleranz und stärkt darüber hinaus auch das Gemeinschaftsgefühl", bekräftigt Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung. Daher müsse jedes Kind die Chance haben, im Sinne einer ganzheitlichen Bildung möglichst früh mit Musik in Berührung zu kommen.
Aus Sicht von fast 90 Prozent der Befragten ist das Erlernen eines Musikinstrumentes eine weitere Möglichkeit, Kinder und Jugendliche an Klassik und Oper heranzuführen. Fast jeder Zweite gibt zudem an, selbst ein Instrument erlernt zu haben. Für nahezu ebenso geeignet wie das eigene Musizieren halten die Befragten fördernde Einrichtungen, wie zum Beispiel Kinder-Opern (81 Prozent), die den jungen Menschen Oper und Klassik mit gezielten Angeboten nahebringen. Auch unter den Jüngeren findet sich hierfür eine Mehrheit. Eine wichtige Rolle zur Bewahrung des musikalischen Erbes spielen auch der Besuch von klassischen Konzerten (72 Prozent) sowie die Nutzung neuer Medien (69 Prozent).
Laut Umfrage hört immerhin rund jeder Vierte unter 30 Jahren zumindest einmal in der Woche klassische Musik - sei es im Radio, im Fernsehen oder auf CD, bei Aufführungen, in Konzerten, an öffentlichen Orten oder bei privaten Gelegenheiten.♠ 1 In der Altersgruppe ab 60 Jahren gibt das sogar knapp die Hälfte aller Befragten (48 Prozent) an. Dabei ist Wolfgang Amadeus Mozart der bekannteste unter den Komponisten. Ihn nennt jeder Zweite, dicht gefolgt von Ludwig van Beethoven (36 Prozent) und Johann Sebastian Bach (23 Prozent). Nur die älteren Befragten kennen auch Komponisten wie Richard Wagner, Giuseppe Verdi und Peter Tschaikowski.
Die Bertelsmann Stiftung setzt sich in zahlreichen Projekten - von der frühkindlichen Musikförderung bis zur Förderung des Opernnachwuchses - dafür ein, dass Musikerziehung ein fester Bestandteil der Bildung jedes Kindes wird und junge Talente aus dem Opernfach auf ihrem Weg in nationale und internationale Karrieren umfassende und hochqualifizierte Unterstützung bekommen. In der von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage wurden in Deutschland im Juli 2010 vom Institut TNS Emnid 1.001 Menschen ab 14 Jahren befragt.Liste der redaktionellen Inline-Kommentare
♠ 1) Ob die Konfrontation mit der klassischen Musik willentlich oder eher zwangsweise nicht zu vermeiden ist, muss an dieser Stelle wohl offen bleiben, wie die Aufzählung der Gelegenheiten zeigt.
Dr. Dieter Porth
Zusammenfassung, Übersicht, Zusatzinformation, ..
Nachtrag der Umfragegrenzen
Bei ausgewählten prozentualen Umfragewerten sind "±x%" Angaben als Schätzer von der Redaktion nachgetragen worden. Das 95%-Vertraunesintervall berechnet sich als die 2-fache Standardabweichung einer Binominalverteilung, wobei die erfragte Häufigkeit mit der Wahrscheinlichkeit gleichgesetzt wurde. Sollten einige Vertrauensintervalle vom Pressemelder stammen, so sind die Nachträge der Redaktion separat gekennzeichnet. Als Exponent findet sich vor der "y±x%"-Angabe ein Exponent. Dieser gibt den vermuteten Stichprobenumfang an, da die Genauigkeit der Umfrage von der Zahl der befragten abhängt. Wenn die Angabe "±?%" zu finden ist, so war die Approximation der Binominalverteilung durch die Normalverteilung nicht sinnvoll zulässig. Einen Artikel mit den typischen Streubreiten bei repräsentativen Umfragen finden sie unter "Vertrauensintervalle für repräsentative Umfragen". Die Angabe der Streubreiten sagt nichts über die Art der Repräsentativität der Umfrage aus.Zum folgenden Zitattext gibt es keine Zusammenfassung.
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Internet, erzählen 05.08.2010 Streitschrift [?] |
Internet 08.08.2010 Internetgedichte erzählen 09.08.2010 Hitartikel |
Musik 02.08.2010 Event - Cornpicker |
Musik 31.07.2010 Event - St. Marienkirhce |
Bildung 22.07.2010 Schülersondertransporte |
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Kultur 02.08.2010 Schiller-Lichtspiele |
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Sparen 30.07.2010 Nach dem Weggang der Göttinger Schuldezernenten zum Kultusministerium in Nordrhein-Westfalen fordern die Jungen Liberalen (JuLis), die Stelle des Schuldezernenten unbesetzt zu lassen. Sie verweisen dabei auf das Göttinger Haushaltssicherungskonzept, dass die Streichung von 50 Stellen vorsieht. Abkochen 02.08.2010 Die Verbraucherzentrale Niedersachsen e.V. wies darauf hin, dass der Anbieter einer Sparvorwahl vor kurzem die vorher übliche freiwillige Preisansage wegfallen ließ und die Preise drastisch erhöht hat. Die Verbraucherzentrale rät, sich gegen überhöhten Forderungen zu wehren. Weiter rät die Verbraucherzentrale nur Call-by-Call-Anbieter mit Preisansage zu nutzen, solange der Gesetzgeber keine Verpflichtung zur vorherigen Preisansage vorsieht. Zertifizierung 03.08.2010 Die Göttinger Tourist-Information ist das erste Unternehmen aus Göttingen, das das Servive-Q als Qualitätssiegel führen darf. Damit wird nicht nur die "Hardware" des Unternehmens sondern auch dessen Dienstleistungsqualität als hochwertig und kundenorientiert besiegelt. Das Siegel wird für drei Jahre verliehen und wird auch während dieser Zeit weiterhin durch Kundenbefragungen und mit Testkunden überprüft. Diplom 05.08.2010 Die Niedersächsische Landtagsfraktion der Grünen kritisiert den Entschluss von neun technischen Universitäten, den Diplomstudiengang wieder einzuführen. Sie befürchten, dass der Bachelor in Konkurrenz zum Dipl.-Ing. als minderwertig gelten könnte. Sie fordern daher die niedersächsische Wissenschaftsministerin auf, die niedersächsischen Universitäten Hannover und Braunschweig zur Räson zu rufen. Aussteigerprogramm 05.08.2010 In der Meldung kritisiert die Kreistagsfraktion der Grünen ein Aussteigerprogramm für Linksextremisten. Sie sieht in dem Programm die Gefahr, dass nicht mehr genügend Mittel für den Kampf gegen den Rechtsextremismus zur Verfügung stehen könnten. Sie sehen das Programm als Teil einer Kampagne gegen linke Ideologien. Weiterhin wird kritisiert, dass wie in Diktaturen der Verfassungsschutz zukünftig an Schulen den Schülern die korrekte Gesinnung beibringen soll. Streitschrift [?] 05.08.2010 In einer Tabelle stellt der Herausgeber die Definitionen aus der Faschismustheorie, eigene Einschätzungen zur aktuellen Entwicklung des Zeitgeistes sowie Links zu Meldungen nebeneinander. Ziel der Gegenüberstellung war die Frage, inwieweit faschistische Strukturen im deutschen Alltag wiederzuerkennen sind. Die Streitschrift stellt indirekt auch die provokante Frage, für welche geheimen Werte eigentlich die etablierten Parteien heute wirklich stehen und ob die Politik die Menschen in mühevollen kleinen Schritten wieder zu Mitläufern erzogen hat. | |
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Hitartikel 09.08.2010 In der der Woche vom 26. Juli bis 1. August 2010 kamen viele Besucher über die Suchmaschinenbegriffe "Hecke" und/oder "Ludwig" zur Internet-Zeitung. In dieser Woche unter anderem die neuen Artikel "Mit Trommeln, Vuvuzelas, Fässern zur Demo vor der Göttinger FDP"[Platz 4] und "Kann der Landkreis Göttingen die Schüler-Sonderbeförderung 2010/2011 gewährleisten?"[Platz 6] besonders gefragt. Unter den Top 5 der aktuellen Artikel mit 7 Tagen Laufzeit waren in der Woche vom 19. bis 25. Juli unter anderem der Artikel "Vertrauensintervalle für repräsentative Umfragen"[Platz 3]. Online-Satire 09.08.2010 Am 1.8.10 kam eine neue Ausgabe des Online-Satire- und Lyrik-Journal "die Gießkanne" in Umlauf. Neben bemerkenswerten Bissigkeiten zur aktuellen Politik finden sich auch einige schöne Gedichte in der aktuellen Ausgabe. Rudolfs Kraus Gedicht "Flugzeug", das fast ein Haiku geworden wäre, war besonders markant. Gleiches gilt für den Hinweis auf das neue deutsche Wort "abmerkeln", welches neuerdings auf Berliner(?)-Mauern auf sich aufmerksam macht. Internetgedichte 08.08.2010 Ein Teil der Neuvorschläge für Padinas Hitliste der zeitgenössischen Internet-Gedichte wurde für die Aktualisierung mit den Schlagworten "Gedicht & Schwund" gefunden. Bemerkenswert ist darunter das Gedicht "Feiger Mord", welches die Befindlichkeiten manche Moslems im Palästina-Konflikt aufzeiget. Schiller-Lichtspiele 02.08.2010 Das Kino Schiller Lichtspiele in Hann. Münden zeigt in der Woche vom 5.8. bis 11.8. die Vapirromanze "Eclipse" sowie den 3D-Animationsfilm "Toy Story 3". Event - St. Marienkirhce 31.07.2010 Der Göttinger Konzertverein Alte Musik e.V. hat für den 7 August 2010 ab 17:00 in der St. Marienkirche ein klassisches Konzert organisiert. Neben "Bachs Erben" von der Musikakademie Sachsen-Anhalt für Bildung und Aufführungspraxis haben für das Konzert Gesine Adler (Sopran), Silvia Janak (Alt), Tobias Hunger (Tenor) und Friedemann Klos (Bass) ihr Kommen zugesagt. Das Konzert wird geleitet von Raphael Alpermann. |