Vorgedanken

Was haben wir aus der Geschichte zur Hitlerzeit gelernt? Haben wir was gelernt? In den dreißiger Jahren war der Judenangst Mode; jetzt ist es die Angst vorm Islamisten. Heute wie damals fordern Vertreter des Staates mehr Rechte für seine Überwachungs-, Militär- und Polizeibehörden. Dabei ist unklar, welchen Mitschuld der Staat an kommenden Terroranschlägen hat oder haben wird.

  • Welchen Effekt hat es auf die Bürger, die unschuldig in die Mühlen der Justiz geraten und deren Leben dadurch ruiniert wird?
  • Welchen Hass schafft ein Staat, der durch Propaganda islamistische Sekten als subversive abstempelt und gleichzeitig christliche, rechte und linke Sekten toleriert?
  • Bieten der Aktionismus vom Innenminister und vom Justizminister wirklich Schutz oder sind sie eher die Ursache für Radikalisierung und kommende Terrorakte?

Jeder weiß, dass man Andere leicht provozieren kann. Amoktäter sind nur die Spitze des Eisbergs. Soziologisch funktioniert das Provozieren auch bei Bevölkerungsgruppen. Wollen bestimmte Kreise der Regierung, dass Terror vor der Bundestagswahl stattfindet, um politisch daraus Kapital zu schlagen? Mein Misstrauen gehen Führungsbeamte und Politik ist groß, wie das satirisch untergeschobene Zitat beim Innenminister De Malheur vielleicht zeigt.

Sicherheit und Terror

Unsere Sicherheitsexperten radikalisieren die Islamisten weiter. Die Anschlagswahrscheinlichkeit wird sechs Wochen vor der Bundestagswahl auf 99% gesteigert werden! Wir werden die Wahl gewinnen und dann die Türken aus Europa vertreiben ...

Nachwort

Ich denke, nach Gesetzeslage haben wir heute – gefühlt – weniger Entscheidungsfreiheit haben als ein Spießbürger unter Hitler oder ein Arbeiter in der DDR.

P.S. Ich schreibe gefühlt, weil meines Wissens nach für die Freiheit in Gesetzen von der Wissenschaft bisher kein valides, intersubjektives und reliables Messverfahren entwickelt wurde. Dabei könnte man analog zum Warenkorb bei der Inflationsberechnung oder beim Hartz-IV einen Rechte-Warenkorb zusammenstellen, um heutzutage die mittlere Freiheit des Bürgers im Straf-, Bau-, Verkehrs-, Erziehungs-, Sozial-, Presse-Recht etc. zu bestimmen.